Grund- und Mittelschule Benediktbeuern

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Jugendsozialarbeit an Schulen

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Träger der Einrichtung:
Arbeiterwohlfahrt Oberbayern

Pamela Söntgen (Diplom-Pädagogin)

Grund- und Mittelschule Benediktbeuern

Ludlmühlstr. 17

83671 Benediktbeuern

Telefon: 08857/694028

Email: jugendsozialarbeit.benediktbeuern@kijuhi.awo-obb.de

         Büro: Erdgeschoss, durch die Aula, neben dem PCB-Raum,
                  montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr

Seit Oktober 2008 arbeite ich an der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern im Bereich Jugendsozialarbeit an Schulen mit 19,5 Stunden in der Woche. Träger dieser Stelle ist die AWO Bezirksverband Oberbayern.

Mit meinem Internetauftritt möchte ich allen Interessierten Gelegenheit geben, einen Einblick in meine Tätigkeit an der Schule zu gewinnen und sich über Aufbau, Entwicklung und Veränderungen zu informieren.

Nach einer intensiven Einarbeitungsphase war es wichtig, für die Grund- und Mittelschule Benediktbeuern ein Konzept zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse der Schüler, Eltern und Lehrer passt.

Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Einzelfallberatung und durch wachsendes Vertrauen steigt die Zahl der Ratsuchenden kontinuierlich. Themen sind unter anderem Streit unter Schülern, Missverständnisse mit Lehren oder auch private Probleme. Darüber hinaus helfe ich bei der Berufsvorbereitung oder Praktikumssuche.

Ein Schwerpunkt der Schule liegt auf der Förderung von Schüler/innen mit ADHS und der verstärkten Vermittlung von sozialen Kompetenzen.

Dadurch ist eine feste Einbindung von „Sozialem Lernen“ als Bestandteil des Stundenplans entstanden. In der Entwicklung ist ein Pilot-Projekt zum Bereich ADHS – Wahrnehmung in der Bevölkerung und deren Veränderung, das im März 2011 beginnen wird. Dieses Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert.

Durch meine Vorkenntnisse auf dem Gebiet der tiergestützten Pädagogik bot sich die Einführung eines Schulhundes an
(siehe Link „Schulhund").

Weitere Angebote der JaS sind Mobbing-Interventionen, Konflikttraining, Gruppenangebote zur Teamarbeit und Vernetzungsarbeit mit anderen Institutionen.


Beispiel Einzelfallhilfe

Die Einzelfallberatung ist eine Methode zur Entwicklung von Handlungsstrategien, um sich in der Schule, im Alltag oder im Praktikum besser zu recht zu finden.

Im Beratungsgespräch bemühe ich mich, eine tragfähige Vertrauensbasis zu den Schüler/innen aufzubauen und mehr Hintergründe über ihre Situation und ihre Gefühlslage zu erfahren. Wenn die Schüler/innen bereit sind, meine Hilfe anzunehmen, arbeiten wir gemeinsam an einer Lösung. Dies kann in Zusammenarbeit mit Schülern, Lehrern und Eltern geschehen, durch die Anregung von weiterführenden Maßnahmen wie die Teilnahme an einem Anti-Aggressions-Training, die Bildung einer Unterstützergruppe oder die Vermittlung eines Erziehungsbeistandes.

Wichtig für die Kinder und Jugendlichen ist es, das jemand ihre Probleme und Sorgen ernst nimmt oder sie sich einfach jemandem anvertrauen können.

Manchmal ist es auch hilfreich, das Schulgebäude zu verlassen und bei einem Spaziergang ein Gespräch zu führen.

In der Regel finden mehrere Gespräche statt um feststellen zu können, ob sich etwas an der Situation geändert hat. 

 


Beispiel Soziales Lernen

Zu Beginn des Sozialen Lernens geht es um besseres Kennenlernen, das Erarbeiten von Gruppenregeln und die Bekanntmachung mit dem Schulhund und die damit verbundnen Vorgaben.

Im Laufe der Zeit werden Bereiche wie Umgang mit Gefühlen und Wut, Zusammenhalt der Gruppe, Teamwork und Ausgrenzung/Mobbing behandelt. „Etappenziel“ ist in dieser Hinsicht ein Tag im Aktionszentrum Benediktbeuern zu einem von mir bzw. der Klassleitung gewünschten Thema zum Beispiel:

Klassengemeinschaft und Zusammenhalt

 

Beispiel Mobbing - Interventionen

Wichtig ist es, Ausgrenzungstendenzen zu erkennen und zu behandeln.

Leitgedanken zum Thema Mobbing an der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern:

►        Die typische Gewaltform an unseren Schulen ist die verbale Gewalt, Ausgrenzung und Rempeleien

►        Für die Gewaltprävention gilt: Je früher Prävention beginnt, desto früher können potenzielle Täter und Opfer neue, sozial verträgliche Verhaltensmuster erlernen.

►        Ob eine Handlung als Gewalt erlebt wird, ist ganz entscheidend von der Wahrnehmung  und dem Erleben des Opfers abhängig, nicht vom Täter oder der Umwelt. Wichtig ist daher die Empathiefähigkeit der Lehrerkollegen.

►        Nicht jedes körperbetonte Tun auf dem Schulgelände ist Gewalt! Klärung durch Nachfragen bei den Beteiligten! Manchmal wird die Situation überbewertet oder falsch eingeschätzt.

►        Lehrer sind wichtige Vorbilder, auch im Bereich Gewalt und Prävention. Deshalb behutsam mit Äußerungen umgehen! (zu faul, zu laut, zu langsam, zu dick etc.) Wenn schon der Lehrer sich so äußert, kann das eine Ausgrenzung durch die Schüler zur Folge haben. Gegenseitiger Respekt ist wichtig!

►        Es besteht eine Zunahme an „gefühlter“ Gewalt an den Schulen, stark beeinflusst durch die Medien. Wichtig ist es, den Schülern einen kritikfähigen Umgang mit den Medien beizubringen und den unreflektierten Konsum einzuschränken.[1]

 

 

Beispiel Neueröffnung des Schüler-Cafes „Peperoni“

Durch das Engagement eine Lehrerkollegin, Frau Schermbacher, konnten wir das Schüler-Cafe und das schulinterne Angebot F.i.d.S (Firma in der Schule) im Oktober 2009 wieder neu starten. Immer am Dienstag in der 6./7. Stunde  kochen entsprechende Schülergruppen. Lehrer und die anderen Schüler haben Gelegenheit, Pizza, Pasta, Salat oder Pfannkuchen im „Peperoni“ zu genießen, je nach Speiseplan.

Das Schülercafe ist bis 14 Uhr geöffnet, es gibt die Möglichkeit, Musik zu hören, zu Kickern oder zu ratschen.

 

Beispiel Projektarbeit: „Schatztruhe“

Das Projektangebot „Schatztruhe“ richtete sich speziell an Kinder der Klassen 5-7 aus den Fördergruppen mit dem Schwerpunkt Lernstörung und ADHS.

Mein Ziel war es, diesen Schülern im Rahmen ihrer Möglichkeiten mehr positive Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und damit ihre Selbstwerteinschätzung zu steigern.

Nach meinen Vorstellungen bauten sie mit einem Werklehrer der Schule, Herrn Pohl, Sitzgelegenheiten in Form einer „Schatztruhe“, die wir anschließend gemeinsam bemalten. Diese wurden in der Aula aufgestellt, um zusätzliche Sitzgelegenheiten für Freistunden zu schaffen. Zudem können die Kisten bei Theateraufführungen als Kleiderkammer oder zum Verstauen sonstigen Inventars verwendet werden. 

 

Beispiel Projektarbeit: „Ehrenamt ist Ehrensache“

Im Rahmen der ehrenamtlichen Wochen in Bayern organisierte ich an der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern eine Spendensammelaktion zugunsten des Trägervereins und zur Renovierung des ortsansässigen Jugendclubs  „Don Bosco“.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 hatten insgesamt 11 Tage Zeit, mithilfe eines Spendenbuches und einer Autorisierung durch die Bürgermeister in der Gemeinde und im Freundeskreis ehrenamtlich Geld zu sammeln.

Die beteiligten Kinder erhielten von mir eine Bescheinigung über ihren persönlichen Einsatz in diesem Bereich, den sie ihren Bewerbungsunterlagen zufügen können.


 

[1] M. Jannan, Das Anti-Mobbing-Buch, Beltz 2008